Kitzmantelfabrik fulminant eröffnet:
Kultur als „Kitt der Gesellschaft“

Foto-Galerie Festakt
Foto-Galerie Nachmittags- und Abendprogramm
Foto-Galerie Frühschoppen
Foto-Galerie Kinder- und Jugendprogramm
Mit einem farbenfrohen, umfangreichen Programm wurde letztes Wochenende das neue Kultur- und Veranstaltungszentrum Kitzmantelfabrik in Vorchdorf eröffnet. Rund 1.000 Besucher an zwei Tagen überzeugten sich von der optischen, technischen und inhaltlichen Qualität der neuen Drehscheibe für Kunst, Wirtschaft und Vereinswesen am Standort der ehemaligen Schuh- und Lederfabrik. Offiziell eröffnet wurde das Haus von Landeshauptmann Josef Pühringer, der in seiner Rede die Funktion der Kunst als „Kitt der Gesellschaft“ hervorstrich.
Umfangreiches Programm
Mit dem offiziellen Festakt am Samstag Nachmittag, einem Konzert der Vorchdorfer Chöre am Abend und einem frischen musikalischen Nachtprogramm konnte sich die Bevölkerung schon am Eröffnungstag vom breiten Angebot der Kitzmantelfabrik überzeugen. Am Sonntag folgte ein klassischer Frühschoppen, gefolgt vom Chortag des Chorverbandes Salzkammergut. Begleitet wurde das Programm durch Workshops für Kinder und Jugendliche sowie eine kulinarische Gemeinschaftsproduktion der Vorchdorfer Gastronomen.
„Wir wollten schon am Eröffnungswochenende zeigen, dass uns nicht nur ein tolles Haus zur Verfügung steht, sondern dass wir auch mit inhaltlicher Qualität und Breite bei den Menschen punkten können“, zeigt sich Richard Baldinger, Obmann des Trägervereines Kitzmantelfabrik, zufrieden mit dem Feedback der rund 1.000 Gäste. Nach einem mehrjährigen Diskussionsprozess unter breiter Einbindung der Bevölke-rung wurde das Projekt mit einer Investitionssumme von rund 3 Mio Euro in einer Bauzeit von nur 9 Monaten realisiert. „Wir konnten den Schwung der Diskussions- und Bauphase in die Eröffnung mitnehmen und freuen uns darauf, dieses Tempo in den nächsten Monaten noch weiter zu steigern“, so Baldinger.
Kultur als „Kitt der Gesellschaft“
Im Gespräch mit Wolfgang Marecek, der als Moderator durch den Festakt führte, betonte Landeshauptmann Josef Pühringer einmal mehr den fundamentalen Wert der Kultur für die Gesellschaft. „Kultur ist nicht etwas, das wir uns erst leisten, wenn der letzte Güterweg gepflastert ist. Kultur ist der Kitt der Gesellschaft und deshalb auch als Chefsache zu behandeln“, so Pühringer, der als Kulturreferent auch die kulturpolitische Verantwortung in der Landesregierung trägt. Für ihn sei die Kitzmantelfabrik ein klassisches Beispiel für einen Ort, wo sich Menschen unabhängig von Konfession, Beruf, Einkommen und Herkunft treffen können und deshalb ein wesentliches verbindendes Element der Gesellschaft.
Auch Bürgermeister Gunter Schimpl betonte den Stellenwert der gemeinsamen Kraftanstrengung bei der Realisierung des Großprojekts. „Wir haben es mit der Kitzmantelfabrik geschafft, nach eingehender Diskussion gemeinsam am selben Strang zu ziehen. Nur deshalb war es möglich, das Haus in seiner jetzigen Form und mit seiner jetzigen Ausstattung zu realisieren“, so Schimpl.
Erfolgreicher Start für Sessel-Patenschaften
Mit einer besonderen Aktion stellten sich die beiden neuen Geschäftsführer der Kitzmantelfabrik, Karin Humer und Christoph Kufner, persönlich den Vorchdorfern vor. Mit einer Sesselpatenschaft für Privatpersonen und Firmen wollen sie nicht nur die finanzielle Basis des Hauses verbreitern, sondern die Menschen auch ganz persönlich an das Haus binden. „Jeder Pate wird mit einem Email-Schild in historischem Design auf einem Sessel verewigt. Dadurch wollen wir den Menschen sowohl physisch wie auch emotional ein Zuhause in der Kitzmantelfabrik geben“, so Humer und Kufner, die je einen Prototypen mit Plakette an Landeshauptmann Pühringer und Bürgermeister Schimpl überreichten. Schon am Eröffnungstag fanden mehrere Sesselreihen ihre neuen Paten, was die beiden Geschäftsführer als großen Vertrauensvorschuss werten. „Der frühe Erfolg unserer Aktion ist überwältigend, wodurch wir bei unserer zukünftigen Arbeit noch mehr Sicherheit haben, dass die Kitzmantelfabrik von einer breiten Basis getragen wird“, so das Geschäftsführungs-Duo.