2.000 Menschen stürmen „Schauwerk“:
Vorchdorfer Wirtschaft präsentierte sich mit Künstlern
Rund 2.000 Menschen verwandelten am Wochenende die Kitzmantelfabrik in Vorchdorf zu einem bunten Marktplatz für die Vorchdorfer Wirtschaft. Knapp 40 Unternehmen präsentierten sich beim „Schauwerk“ zusammen mit 20 Künstlern, die mit den vertretenen Firmen gemeinsam Projekte erarbeitet hatten. Im Rahmen des „Fachtages für Lehrinteressierte“ besuchten am Freitag rund 400 Schüler das Schauwerk und informierten sich ausführlich über das Lehrangebot der ausstellenden Firmen.
Vorchdorfer Wirtschaft als starke Basis
„Wir sind über den Erfolg unserer Veranstaltung überglücklich. Wir haben mit dem neuen Konzept ein Experiment gewagt und haben bei den Menschen der Region großen Anklang gefunden“, freut sich Markus Müller, Obmann des Vorchdorfer Werberinges. Durch die Kooperation von Werbering, Wirtschaftskammer, Gemeinde Vorchdorf und Kitzmantelfabrik sei es gelungen, ein einzigartiges Konzept zu erstellen und dieses auch erfolgreich umzusetzen. „Wir haben uns auf das Kreativkonzept der Kitzmantelfabrik eingelassen, ohne zu wissen, welches Ergebnis uns erwartet. Nun wissen wir, dass wir mit unserem Mut richtig gelegen sind“, so Müller. Sowohl die Aussteller als auch die Besucher zogen eine positive Bilanz und bestätigten die Richtigkeit des gewählten Weges. „Die Freude, die Neugierde und der Mut der Aussteller hat sich auf das Publikum übertragen. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass wir von diesem positiven Image noch lange in unserer Geschäftstätigkeit profitieren werden“, betont Müller.
Wirtschaft mit künstlerischem Mehrwert
„Die Zusammenarbeit mit Künstlern hat bei Ausstellern und Besuchern etwas ganz Neues, Positives ausgelöst, das man auf einer Messe normalerweise nicht findet“, sagt Christoph Kufner, zusammen mit Karin Humer Geschäftsführer der Kitzmantelfabrik. So wurden in mehreren Bodypainting-Projekten die Branchen Kfz, Raumausstattung und Mode farbenreich in Szene gesetzt (Team Mike Shane). Reinhard Grube transformierte Produktionsprozesse in Klanginstallationen, und Percussionist Ernst Grieshofer zeigte, wie Pflastersteine, Fliesen und Sanitärinstallationen als Schlagzeug dienen können. Dazu kamen Projekte aus den Bereichen Körpertheater, Gesang, Schauspiel, Pantomime, Clownerie und Kochkunst, was sich auch in der langen Verweildauer der Besucher zeigte. „Die Besucher sind nicht einfach schnell durch das Haus spaziert, sondern haben sich neugierig mehrere Stunden Zeit gelassen, um auch alle Projekte zu sehen“, so Kufner. Durch diesen Erfolg konnte die Kitzmantelfabrik ihre wichtigste Rolle als Drehscheibe für Kunst, Kultur und Wirtschaft unterstreichen. „Wir wollten zeigen, dass Kunst und Wirtschaft sehr viele Berührungspunkte und Schnittflächen haben und die Kitzmantelfabrik der ideale Ort ist, um diesen Zusammenhang auch zu zeigen“, betont Kufner.
Erfolgreicher Fachtag für Lehrinteressierte
Der Freitag stand ganz im Zeichen der rund 400 Hauptschüler aus Vorchdorf und Umgebung, die zusätzlich zur Ausstellung aus einem breiten Angebot von Workshops wählen konnten. Das in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Oberösterreich durchgeführte Projekt sollte die Vorchdorfer Wirtschaft als attraktive Zukunftsperspektive für den Lehrberuf präsentieren. „Wir haben es geschafft, die Jugendlichen durch unser Programm neugierig zu machen und ihnen ein kurzweiliges Programm zu bieten“, so Müller. So sei das Feedback der Lehrerinnen und Lehrer durchwegs positiv, was bei jungen Besuchern nicht selbstverständlich sei.
Kitzmantelfabrik als inhaltliche Drehscheibe
Mit dem neuen Kultur- und Veranstaltungszentrum Kitzmantelfabrik steht der Vorchdorfer Wirtschaft auch inhaltlich ein wichtiger Impulsgeber zur Seite. „Es freut uns, dass unsere Partner sofort auf den Zug aufgesprungen sind und sich von dieser neuen Form der Kooperation überzeugen ließen“, betont Kufner. Durch den künstlerischen Zugang sei es möglich gewesen, eine neue Perspektive auf die Geschäftstätigkeit der Unternehmen zu werfen und den Blick für das Besondere jedes Produkts zu schärfen. „Mit unserem Gemeinschaftsprojekt konnten wir unsere Funktion als inhaltliche Drehscheibe unterstreichen und beweisen, dass Kunst etwas Alltägliches ist“, so Kufner abschließend.
